MQL5 Tutorial Deutsch – Bessere Ergebnisse durch Statistiken

Dieses Mal geht es um das Thema Statistiken und gute Statistiken werden mit zunehmender Komplexität eines Handelssystems immer wichtiger.
In diesem Fall zum Beispiel handeln wir ein Einstiegssignal, das hier ist ein gleitender Durchschnitt. Und hier werden Signale zum kaufen oder verkaufen generiert.
Und das hier unten ist der so genannte „Awesome Oszillator“. Der wird als Filter eingesetzt und immer dann, wenn der Signalfilter auf „Kaufen“ und auch das Signal auf „Kaufen“ stehen, würden wir eine Position eröffnen, wenn unsere anderen Filterkriterien wie beispielsweise die Anzahl der Positionen für diese Währung und die maximale Positionsanzahl für unser Handelssystem nicht überschritten werden.
Das sind eine ganze Menge Kriterien. Und um zu messen, welches Kriterium denn positive oder negative Veränderungen herbeiführt, macht es Sinn, solche Tests immer und immer wieder in gleicher Weise durchzuführen und die statistischen Ergebnisse aus diesen Tests miteinander zu vergleichen.
Um das zu beschleunigen, schalten wir hier mal die Visualisierungsoption aus und testen das Jahr 2016 für den Euro US Dollar. Starten wir den Test.
Und auf dem Diagramm kann ich erkennen, dass sich die Equity in die falsche Richtung bewegt und zum Ende des Jahres 2016 hätten wir jetzt einen Verlust gemacht. Unter der Reiterkarte „Ergebnisse“ kann ich mit der rechten Maustaste einen Bericht erzeugen, zum Beispiel hier als HTML Bericht.
Und wenn ich dieses Format wähle, dann bekomme ich nach einigen Sekunden eine Webseite angezeigt und auf dieser Webseite hier im Strategietesterbericht gibt es diverse Kennzahlen.
Viele von Ihnen werden diesen Bericht bereits kennen, aber ich kann auch hier mit der rechten Maustaste als Bericht das Format Open XML wählen.
Speichern wir das mal. Und öffnen das in diesem Fall mit Libre Office. Dann lassen sich in diesem Fall auch Berechnungen durchführen und Summen bilden.
Wer sich mit Excel auskennt, kann anhand dieser Zahlen hier eine ganze Menge Erkenntnisse gewinnen. Und grundsätzlich empfehle ich auch immer, die Gegenprobe vorzunehmen und den Einstieg herum zu drehen.
Jetzt würden wir bei einem negativen Trend kaufen und bei einem positiven Trend verkaufen. Speichern wir das mal ab, kompilieren unser Hauptmodul und starten einen neuen Test.
Dann sieht man bereits in der Diagrammansicht, dass die Ergebnisse deutlich positiver ausfallen. Aber spätestens wenn man erst mal zehn oder 15 unterschiedliche Parameter verändert hat, dann werden Sie froh sein, wenn Sie auch später noch auf Berichte in Ihrer Tabellenkalkulation oder Ihrem Internetbrowser zurückgreifen können.